Auf dem Biohof

Wieder hat der Tag mit zwei Unterrichtsstunden begonnen. Diesmal Deutsch und Umweltkunde. So langsam kenne ich meine Pappenheimer hier und das Unterrichten macht richtig Spaß.
In der letzten Stunde war ich mit Karuna und ihrer Klasse noch in einer Brotfabrik. Die Klassenlehrerin ist leider krank und so sind wir eben allein mit der Klasse gegangen. Es war spannend...Ein Vater und ein Kirchenmitarbeiter haben uns freundlicherweise hingefahren. Nun ja, alle Lehrer und Eltern hier hätten einen Schock bekommen: Aber Anschnallen kennen sie hier nicht. Also stapelten wir uns in die beiden Autos und fuhren mehr schlecht als recht zur Fabrik. Von der Führung dort habe ich leider nicht viel verstanden, aber man konnte ja auch alles sehen. Am Schluss bekamen wir alle noch ein paar süße Teilchen mit und bedankten uns: das schafften wir sogar auf Rumänisch. Den Kindern hat es auch gefallen und wir sind alle wieder heil an der Schule angekommen.
Mittags haben wir einen meiner Schützlinge zu Hause besucht. Sie wohnt in Meschen, wo wir ja auch schon waren. Nach der Schule haben wir sie nach Hause begleitet. Die Busfahrt dorthin war ihr sehr peinlich. Es sind noch andere große Schööler mitgefahren und haben wohl einige Kommentare fallen lassen. Nun ja, es ist wohl doch ganz gut, dass wir kein Rumänisch verstehen.:-)
Wir wurden von ihrer Mutter mit einem Krauteintopf verwöhnt und anschließend bekamen wir eine Führung über den Bauernhof. Die Familie betreibt einen Biobauernhof und hat dementsprechend viele Tiere. Besonders beeindruckt waren wir von der Aussicht von einem der Hügel herunter. Dort hätte ich bleiben können. Das Mädchen war ganz überrascht, dass es uns so gut bei ihr gefallen hat. Nachdem wir noch von Hunden ein bisschen erschreckt worden waren, gab es einen leckeren Kaffee und die Familie erzählte von ihren Erfahrungen mit den zahlreichen Praktikanten aus aller Welt. Junge Leute, die sich für Landwirtschaft interessieren, können bis zu 3 Monaten bei der Familie leben und arbeiten. So haben sie fast immer ein volles Haus und auch ein Gästebuch, in das wir uns natürlich auch eingetragen haben. Meine Schülerin war ganz begeistert, dass wir sie besucht haben. Wir haben ihr glaube ich eine große Freude gemacht. Allerdings hatten auch wir sehr viel Spaß auf dem Hof und im Gespräch mit ihren Eltern, die wie so viele hier ganz offen mit uns geredet haben. Abends mussten wir wieder einmal Unterricht vorbereiten und haben uns sportlich betätigt.

Beitrag von Elke

Romania

PH goes East

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Zuletzt aktualisiert: 11. Okt, 19:49

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